Internationales Forschungszentrum Chamisso-Literatur
print

Links und Funktionen

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Internationales Forschungszentrum Chamisso

Literarische Interkulturalität und Mehrsprachigkeit

                                                                                                                                                                    Das am Institut für Deutsch als Fremdsprache mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung etablierte Internationale Forschungszentrum Chamisso (IFC) wurde 2014 offiziell eröffnet. In diesem Zentrum erforschen Lehrende und Studierende gemeinsam Fragen der Gegenwart als Ausdruck einer Epoche vielgestaltiger Globalität.
Methodisch verfeinert und vertieft das IFC das fragende Denken an den Schnittstellen von Geistes- und Sozialwissenschaften, aber auch von Ökonomik, Technikwissenschaft und Bildungsforschung. Sein Interesse gilt einer neuen Grundlegung der Literaturwissenschaft anhand literarischer Werke, die einen Kultur- und Sprachwechsel thematisieren und sich mit der Logik von Machtkämpfen sowie den Chancen und Risiken einer noch weitgehend unbegriffenen Globalität beschäftigen.
Damit Theorie und Praxis wechselseitig füreinander fruchtbar werden, fördert das IFC den gesellschaftlichen Austausch in neuen Formaten. Etabliert wurde im Sommer 2015 die Gesprächsreihe „Schlüsselthemen der Gegenwartsliteratur“, in der Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Literaturkritiker jeweils ein besonderes Thema erörtern. Jährlich lädt das IFC Autorinnen und Autoren an die LMU München zu Poetikdozenturen ein. Durch die das Gesamtkonzept abrundenden schulischen Schreibwerkstätten ist eine Initiative in Gang gekommen, die auch zur Entwicklung einer neuen Literaturdidaktik führt.
Zur Förderung und Vertiefung der interkulturellen Literaturforschung etablierte das IFC ein internationales Netzwerk von Autorinnen und Autoren, Forscherinnen und Forschern sowie Vertreterinnen und Vertretern internationaler Organisationen.

Aktuell

IFC-Poetikdozentur Uljana Wolf
19.-22. Juni 2017
leicht gemoppeltes doppel –

Ein Abend mit der Chamisso Preisträgerin Uljana Wolf
Im Lyrik Kabinett

Uljana Wolf wurde 1979 in Berlin geboren und lebt als Lyrikerin, Essayistin und Übersetzerin in Berlin und New York. Sie ist eine ungewöhnlich aufmerksame und feinfühlige Schriftstellerin, deren Werk von ihren Erfahrungen zwischen den Sprachen und Kulturen geprägt ist. Ihre lyrischen Texturen unterlaufen Schemata von Eigenem und Fremdem durch spielerische Reflexionen sprachlich vermittelter Realität. Es entsteht eine in die Zukunft weisende Literatur, in der lokale Sprachidentitäten kosmopolitisch in Bewegung gesetzt werden und zugleich dem Globalismus seine Humanität wiedergegeben wird. Die in ihrem Band meine schönste lengevitch versammelten Prosapoeme stellen scheinbar Eindeutiges produktiv in Frage. Außer dem Band stellt die Dichterin auch neue, bisher unveröffentlichte Texte vor, und sie erläutert ihre Poetik einer ‚translationalen‘ und ‚translingualen‘ Poesie am Beispiel ihrer Übersetzung des Gedichtbands o cadoiro der kanadischen Lyrikerin Erín Moure.


Einführung und Moderation: Thomas Borgard (IFC)

Montag 19. Juni 2017, 20:00 Uhr
Lyrik Kabinett
Amalienstraße 83a

Lesen Sie hierzu den SZ-Artikel vom 21.06.17 (PDF)

Universitäre Poetikvorlesungen

1. Poetikvorlesung

Im Translabor: Mehrsprachige Strategien in der zeitgenössischen Lyrik


Mittwoch 21. Juni 2017, 14:00-16:00 Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität München
Schellingstraße 3 (S), Raum S 002 (EG)

2. Poetikvorlesung

„meine schönste lengevitch“: Gedichte und Übersetzungen


Donnerstag 22. Juni 2017, 14:00-16:00 Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität München, Hauptgebäude
Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum A 125 (1.OG)


(PDF)Flyer – Poetikdozentur Uljana Wolf

 

Schlüsselthemen der Gegenwartsliteratur:
Wörter welcher Fremde?
Ein Gespräch über Poesie und Politik der Ungehörigkeit


Im Rahmen ihrer IFC-Poetikdozentur diskutiert die Lyrikerin und Übersetzerin Uljana Wolf mit dem Literaturkritiker Michael Braun (Heidelberg) und dem Literaturwissenschaftler Thomas Borgard (IFC). Es wird vor allem um die Frage gehen, ob und in welcher Hinsicht die Favorisierung experimenteller Schreibweisen in der Lyrik eine Abkehr vom explizit politischen Schreiben bedeutet – und welchen „Mehrwert“ das experimentelle Schreiben heute haben kann. Gerade die Texte und Übersetzungen Uljana Wolfs, in denen Mehrsprachigkeit und Interkulturalität eine entscheidende Rolle spielen, können zu einem zukunftsweisenden Verständnis von Literatur Wichtiges beitragen.


Donnerstag 22. Juni 2017, 19:00 Uhr
Autorenbuchhandlung München
Wilhelmstraße 41
Eintritt frei

(PDF)Flyer - Uljana Wolf, Schlüsselthemen



In der deutschen Literatur angekommen?

Literaturwettbewerb des Internationalen Forschungszentrums Chamisso

„Sinnen wird er auf Flucht und reich ist sein Geist an Erfindung.“
Homer, Odyssee

Weitere Infos